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Economic growth – Should we cancel a holiday?

Anna-Maria Kuhn by Anna-Maria Kuhn
19. Mai 2025 5:38:16
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Kalenderblätter liegen lose übereinander.
Pfingstmontag wird häufig als möglicher Kandidat für die Abschaffung eines Feiertags genannt. (picture alliance / M.i.S. / Bernd Feil)

Ob Tag der Arbeit, Christi Himmelfahrt, Pfingsten oder in Berlin der 8. Mai als einmaliger Gedenktag: Viele dieser Tage liegen unter der Woche – ideal für lange Wochenenden. Während sich Arbeitnehmer auf mehr freie Zeit freuen, fordern Ökonomen, mindestens einen gesetzlichen Feiertag zu streichen. Das, könne den Wohlstand stärken und dazu beitragen, die beschlossenen Milliardenschulden für Verteidigung, Infrastruktur und Klimaschutz zu finanzieren.

In Deutschland gibt es neun gesetzliche Feiertage, die in allen Bundesländern gelten. Sechs davon sind christlich geprägt: Karfreitag, Ostermontag, Christi Himmelfahrt, Pfingstmontag sowie der erste und zweite Weihnachtsfeiertag. Die drei weltlichen Feiertage sind Neujahr, der Tag der Arbeit (1. Mai) und der Tag der Deutschen Einheit (3. Oktober).

Einige dieser Feiertage – wie Karfreitag oder Pfingstmontag – sind beweglich, das heißt: Sie fallen jedes Jahr auf ein anderes Datum. Die anderen sind fest im Kalender verankert.  Zusätzlich hat jedes Bundesland eigene Feiertage, meist ebenfalls christlich, zum Beispiel Fronleichnam, Allerheiligen oder den Reformationstag. In Bayern haben die Menschen an 13 Tagen im Jahr frei, in Augsburg sogar an 14 Tagen, weil dort zusätzlich das Friedensfest am 8. August gefeiert wird. Hessen und Berlin haben dagegen nur zehn gesetzliche Feiertage. 2025 kommt in Berlin einmalig der 8. Mai dazu – zum 80. Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus.

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland mit seinen Feiertagen im Mittelfeld, wenn man bundesweite und regionale Tage zusammenzählt. Allerdings erschwert das föderale System in Deutschland einen direkten Vergleich: Die Zahl der Feiertage variiert von Bundesland zu Bundesland deutlich.

Spitzenreiter sind in diesem Jahr unter anderem Österreich und Malta mit jeweils 13 gesetzlichen Feiertagen. Italien und Spanien kommen auf 12. Und obwohl beide Länder stark katholisch geprägt sind, ist in Italien der Karfreitag und in Spanien der Ostermontag kein landesweiter Feiertag. Dänemark hat zehn gesetzliche Feiertage, in Großbritannien sind es je nach Region bis zu neun.

Mehrfach forderten Ökonomen zuletzt, einen Feiertag zu streichen, um die Milliardenpakete für Verteidigung, Infrastruktur und Klimaschutz zu finanzieren.

Pfingstmontag gilt häufig als Streichkandidat – auch weil im Frühjahr wetterabhängige Branchen wie das Baugewerbe besonders produktiv sind. Ein Arbeitstag zu dieser Zeit verspricht laut Befürwortern einen höheren wirtschaftlichen Effekt als im Winter.

IW-Direktor Michael Hüther sieht in der Streichung eines Feiertags eine wirtschaftlich sinnvolle Maßnahme – und verweist auf Dänemark: „Im vergangenen Jahr hat unser skandinavischer Nachbar einen Feiertag gestrichen. Dadurch sind 400 Millionen Euro mehr in den Staatshaushalt geflossen. Auch für Deutschland wäre die Abschaffung eines bundesweiten Feiertags eine Option – das könnte immerhin bis zu 8,6 Milliarden Euro einbringen“, sagte Hüther der Rheinischen Post.

Er sieht darin auch eine Antwort auf strukturelle Probleme des deutschen Arbeitsmarkts: „Bei der Zahl der geleisteten Arbeitsstunden je Arbeitnehmer belegt Deutschland unter allen Industrienationen den letzten Platz. Wir alle sind gefragt, um die Wirtschaft spürbar anzukurbeln – Mehrarbeit wäre eine Stellschraube“, sagte Hüther.

Dies sei auch ein Beitrag zur Lösung der demografischen Probleme. „Künftig gehen deutlich mehr in Rente, als Jüngere nachrücken. Allein durch diese Alterung fehlen Deutschland bis Ende des Jahrzehnts rund 4,2 Milliarden Arbeitsstunden, nur durch Zuwanderung lässt sich diese Lücke auf keinen Fall schließen.“

Auch Clemens Fuest, Präsident des Münchener Ifo-Instituts, plädiert für die Streichung eines Feiertags, um „das Arbeitsangebot der Menschen zu steigern“: „Stattdessen gibt es Forderungen nach mehr Urlaubstagen und kürzeren Arbeitszeiten. Das wäre jetzt der falsche Weg, wenn man Inflation vermeiden und Wachstum fördern will.“

Das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) geht davon aus, dass ein zusätzlicher Arbeitstag das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um bis zu 8,6 Milliarden Euro steigern könnte.

Doch dieser Effekt sei nicht überall gleich hoch, wie IW-Forscher Christoph Schröder erklärt. In manchen Berufen seien Kapazitäten nicht immer voll ausgelastet. In der Bauwirtschaft etwa macht es einen großen Unterschied, ob ein Feiertag im Sommer oder im Winter liegt, denn bei Eis und Schnee stehen Kräne ohnehin still.

Kritiker stellen infrage, ob mehr Arbeitszeit tatsächlich zu mehr Wachstum führt. Bayern und Baden-Württemberg haben mehr gesetzliche Feiertage als andere Bundesländer – zählen aber zugleich zu den wirtschaftlich stärksten Regionen. Und auch das wohlhabende Dänemark hat ähnlich viele Feiertage wie Deutschland.

DGB-Chefin Yasmin Fahimi warnte in der Wochenzeitung Zeit, die Streichung eines Feiertags komme einer verdeckten Lohnkürzung gleich: mehr Arbeit ohne Ausgleich. Wie das Wohlstand bringen solle, sei ihr schleierhaft. Schon der Wegfall des Buß- und Bettags 1995 habe kaum wirtschaftlichen Nutzen gebracht. Die aktuellen Vorschläge seien „theoretische Berechnungen auf dem Rücken der Beschäftigten“ – das würden die Gewerkschaften nicht akzeptieren, so Fahimi.

Anja Piel, DGB-Vorstandsmitglied, erklärte auf der Plattform X, ein gestrichener Feiertag werde „die Wirtschaft nicht entfesseln“. Feiertage seien „kein Luxus, sondern wichtiger Bestandteil unserer Arbeitskultur; sie tragen zur Erholung der Beschäftigten und damit auch zur Produktivität bei“, so Piel. Beschäftigte leisteten ihren Anteil zum Wirtschaftswachstum oft über ihre reguläre Arbeitszeit hinaus – das zeige die hohe Anzahl an vielfach unbezahlten Überstunden.

Yvonne Lott von der Hans-Böckler-Stiftung warnte vor den gesellschaftlichen Folgen solcher Vorschläge. Sie sagte, bei dieser Politik entstehe der Eindruck, „wir arbeiten alle zu wenig“. In Wirklichkeit nähmen psychische Belastungen und Burnout zu, wie Krankenkassen und Fehlzeitenstatistiken zeigten. Wenn die Politik nun den Eindruck vermittele, Beschäftigte seien nicht leistungsbereit und sollten auch noch einen Feiertag opfern, sei das gefährlich – gerade in Zeiten, in denen sich viele Menschen von der Demokratie abwenden würden.

Feiertage haben laut DGB-Chefin Yasmin Fahimi auch eine kulturelle Bedeutung. Es gehe um kollektive Erinnerungskultur und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die Debatte werde ihrer Ansicht nach zu einseitig als rein ökonomische Rechnung geführt. In vielen Bereichen wie Pflege, Polizei oder Bildung gebe es schon heute Überlastung. Eine Ausweitung der Arbeitszeit ohne Rücksicht auf die Gesundheit führe nicht zu mehr Wachstum, sondern zu Ausfällen und Überforderung.

Auch in der Bevölkerung stößt der Vorschlag auf Skepsis: Laut einer Insa-Umfrage für die Bild am Sonntag lehnen 57 Prozent der Befragten die Streichung eines Feiertags ab, nur 34 Prozent sind dafür. Viele fordern stattdessen eine faire Verteilung: Fast die Hälfte spricht sich dafür aus, dass alle Bundesländer gleich viele gesetzliche Feiertage haben.

Im Moment ist nicht geplant, einen Feiertag zu streichen. Im Koalitionsvertrag der neuen Regierung von CDU und SPD steht dazu nichts. Außerdem wäre die Umsetzung schwierig: Jedes Bundesland müsste einzeln zustimmen, weil Feiertage in Deutschland Ländersache sind.

Statt Feiertage zu streichen, fordern Kritiker strukturelle Reformen. DGB-Chefin Yasmin Fahimi betonte in der Zeit, es komme auf die Produktivität pro Stunde an – nicht auf die Zahl der Arbeitsstunden. Nötig seien Investitionen in Forschung, Digitalisierung und den Mittelstand. Die schwache Produktivität sei auch Folge eines übergroßen Niedriglohnsektors. Wer Wohlstand sichern wolle, müsse dort ansetzen, nicht bei den freien Tagen.

Ein weiterer Vorschlag betrifft das Thema Teilzeit. Viele Menschen in Deutschland – vor allem Frauen – arbeiten in Teilzeit, oft aus Mangel an Betreuung oder Flexibilität. Wer diese Hürden abbaut, könnte mehr Menschen in Vollzeit bringen – ganz ohne an Feiertagen zu sparen.


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